SEMINAR in OFFENBACH
Hochbegabte Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen
Informations- und Beratungsangebote für Lehrer und Eltern
Gemeinschaftsprojekt von
Institut für Leistungsentwicklung (IGL)
www.igl-net.de
und Netzwerk-Projekt GbR
Hochbegabung kann in Elternhaus und Schule auch problematisch sein. Lehrer erfahren dazu in ihrer Ausbildung kaum etwas. Das im Mai 2009 erfolgreich gestartete SEMINAR in OFFENBACH mit Informations- und Beratungsangeboten für Lehrer und Eltern bietet nunmehr fortlaufend weitere Veranstaltungen an.
VERANSTALTUNGEN SEMINAR OFFENBACH UND VORTRAG IN FRANKFURT
IM FRÜHJAHR 2010 :
-> hier: Informationsblatt
STAND 04.02.2010
"INFORMATION UND HILFEPLANUNG FÜR LEHRER/-INNEN"
Die Veranstaltung "Hochbegabte Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen - Information und Hilfeplanung für LehrerInnen" setzt sich aus Vortrag und Beratung unter der Leitung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle zusammen. Inhaltlich geht es um einen Bericht aus den Bezugswissenschaften, um zu erklären, welche Ursachen die Fehlentwicklung der SchülerInnen hat, welche Auswirkungen in den verschiedenen Lebensbereichen regelhaft auftreten und wie in Schule und Familie mit den SchülerInnen gearbeitet werden sollte. Der Bericht erfolgt problembezogen, also von den Interventionsbedarfen in der Schule ausgehend.
Inhalte, die angesprochen werden: Neurobiologie der Hochbegabung, psychiatrische Relevanz von Unterforderung, Förderung von Hochbegabten - präventiv und bei gegebener Verhaltensstörung- , Kooperation mit betroffenen Eltern, Erziehungshinweise für die pädagogische Führung im Unterricht. (Dauer: 3 x 3 Stunden)
Zielgruppe: LehrerInnen, PsychologInnen, MitarbeiterInnen der Schulverwaltung, TherapeutInnen
Termine: 04.03. / 15.04. / 27.05.2010 (Anmeldefrist: 28.02.2010)
jeweils donnerstags von 17:00 - 20:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 90,- Euro für drei Veranstaltungen
(begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich)
Veranstaltungsort: Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II, Odenwaldring 38, 63069 Offenbach
Akkreditierung: Die Fortbildung ist durch das Institut für Qualitätsentwicklung mit 15 Leistungspunkten akkreditiert.
- DIESES SEMINAR WIRD AUCH ALS SCHULINTERNE FORTBILDUNG ANGEBOTEN -
"INFORMATION- UND HILFEPLANUNG FÜR ELTERN"
Die Veranstaltung "Hochbegabte Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen - Information und Hilfeplanung für Eltern" setzt sich aus Vortrag und Beratung unter der Leitung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle zusammen. Inhaltlich geht es um einen Bericht aus den Bezugswissenschaften, um zu erklären, welche Ursachen die Fehlentwicklung der Kinder/Jugendlichen hat, welche Auswirkungen in den verschiedenen Lebensbereichen regelhaft auftreten und wie in Schule und Familien mit den Kindern/Jugendlichen gearbeitet werden sollte. Der Bericht erfolgt adressatenbezogen, also von den Interventionsbedarfen in Familien ausgehend.
Inhalte, die angesprochen werden: Neurobiologie der Hochbegabung, Familien- und Entwicklungsgeschichte des Kindes und deren prägende Wirkungen, Situation des Kindes in der Schule, Umgang der Eltern mit LehrerInnen, Probleme bei Hausaufgaben, Bedeutung von und Wege für die Förderung, Beratung zu möglichen Bildungslaufbahnen, Hinweise für die Erziehung in der Familie. (Dauer: 2 x 3 Stunden)
Zielgruppe: Eltern
Termine: 27.02. / 20.03.2010 (Anmeldefrist 20.02.2010)
jeweils samstags von 15:00 - 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 60,- Euro für zwei Veranstaltungen
(begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich)
Veranstaltungsort: Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II, Odenwaldring 38, 63069 Offenbach
Die Anmeldung zu den Veranstaltungen ist hier unter "anmeldung offenbach" möglich. Für Rückfragen steht Kerstin Haugrund unter Tel. 06071/207517 zur Verfügung.
"LEHRER BERATEN LEHRER" in der Klassenkonferenz
- neu: als schulinterne Fortbildungsmaßnahme -
Die Veranstaltung "Lehrer beraten Lehrer" bietet kollegiale Praxisberatung der Klassenkonferenz in Ihrer Schule vor Ort. Lehrer der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II unterrichten seit 5 Jahren Kinder und Jugendliche mit Erziehungshilfebedarf und hoher Begabung. SchülerInnen die zu dieser Zielgruppe gehören, bereiten in öffentlichen Schulen erhebliche Probleme, auf die oft nur mit einer begabungsunangemessenen Querversetzung reagiert werden kann. Im Rahmen der kollegialen Praxisberatung unterstützen die LehrerInnen der NBS II die betroffenen KollegInnen bei der Ursachenanalyse und der Hilfeplanung mit dem Ziel, Entlastung im Unterricht zu schaffen und die verhaltensgestörten SchülerInnen in ihrer Lerngruppe zu stabilisieren. (Dauer: 3 x 3 Stunden - oder nach Vereinbarung)
Zielgruppe: LehrerInnen der Klassenkonferenz
Termine und Kosten: nach Vereinbarung
Akkreditierung: Die Akkreditierung wird beim Institut für Qualitätsentwicklung
beantragt.
Ihre Anfrage zu "Lehrer beraten Lehrer" können Sie entweder ebenfalls an anmeldung@netzwerk-projekt.de schicken oder sich telefonisch mit Kerstin Haugrund unter Tel. 06071/207517 in Verbindung setzen.
"FORSCHUNGSVORTRAG SOMMER 2010"
- Thema wird im Frühjahr 2010 bekannt gegeben -
Daneben findet in jedem Halbjahr ein so genannter Forschungsvortrag von Prof. em. Dr. Anne Eckerle statt, der in ein Themengebiet einführen soll, das für die Arbeit mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen von Bedeutung ist. Dabei geht es nicht nur um das jeweils Neueste, sondern auch um das, was neben dem Trend liegt, aber wichtig ist. Um das, was falsch ist und durch Gültiges ersetzt werden muss. Um Einblicke in die Arbeit in anderen Ländern, die bei uns nicht zur Kenntnis genommen wird. Es geht um Auswahl, Prüfung und Anstoß, weil die fachlichen Grundlagen der Hochbegabtenarbeit seit Jahren wenig vorangekommen sind.
Bei dem Forschungsvortrag im Herbst 2009 stand die Neurobiologie der Hochbegabung und Enrichment im Mittelpunkt. Die entsprechende Veröffentlichung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle mit dem Titel "Neurobiologische Forschungsergebnisse - Folgerungen für die Hochbegabtenförderung" finden Sie auf dieser Seite (weiter unten) unter Hintergrundinformationen.
Das Thema des Forschungsvortrags im Sommer 2010 wird im Frühjahr 2010 bekannt gegeben.
Zielgruppe: LehrerInnen, PsychologInnen, MitarbeiterInnen der Schulverwaltung
Therapeuten, Eltern
Termin: Samstag, 19.06.2010 von 10:30 - 12:30
Teilnahmegebühr: 30,- € (Anmeldung erforderlich, Anmeldefrist: 12.06.2010)
Akkreditierung: Die Akkreditierung wird beim Institut für Qualitätsentwicklung
beantragt.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Was bedeutet eigentlich Hochbegabung?
Unter Hochbegabung wird ein Intelligenzquotient oberhalb von 130 verstanden. Etwa 80 % aller hochbegabten Kinder kommen in der Schule einigermaßen zurecht. Nicht ohne Probleme, wie andere Kinder auch, aber schließlich finden sie ihren Weg.
Doch bei etwa 20 % der hochbegabten Kinder und Jugendlichen kommt es im Laufe ihres Heranwachsens zu Entwicklungsschwierigkeiten bis hin zu schweren Entwicklungsstörungen. Aufgrund – und nicht trotz - ihrer hohen Begabung ist diese Risikogruppe in ihrer Bildungslaufbahn und sozialen Integration gefährdet.
Leistungsversagen, aber unterfordert? Rotziges Verhalten, aber klüger als andere? Manchmal geraten solche Eindrücke in Konflikt mit laienhaften Plausibilitätsvorstellungen. Messen Intelligenztests zuverlässig? Beachten Testleiter immer die festgelegten Bedingungen? Sind Kinder einfach so testbar? – Wichtige Fragen, für die betroffene LehrerInnen und Eltern Urteilsvermögen erwerben sollten.
Ein hochbegabtes Kind, das sich oppositionell oder resigniert verhält, fordert Aufmerksamkeit. Eltern, die längere Zeit ein solches Kind anleiten müssen, brauchen ihrerseits Hilfe. Einem verweigernden Kind die üblichen Arbeitsleistungen abzuringen kann den Alltag einer Familie erheblich belasten. Solche Situationen erfordern unbedingt professionelle Intervention, sie sollten nicht über längere Zeit andauern. Risiken entstehen nicht nur bei den Schulleistungen, sondern auch für den Zusammenhalt der Familie und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes
Offenbacher Schule hat Erfahrung mit diesen Kindern und ist manchmal die letzte Rettung
Besondere Erfahrungen mit der Beschulung einer solchen Extremgruppe von Kindern und Jugendlichen wurden in der„Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II“, einer Förderschule für Kinder und Jugendliche mit hoher Begabung, gesammelt. Sie nimmt hochbegabte Kinder und Jugendliche, die in Regelschulen scheitern, auf.
Die Erfahrungen dieser Schule werden in öffentlichen Schulen dringend gebraucht und sollen nunmehr in Vorträgen und Fortbildungsangeboten weitergegeben werden. Die Zielgruppen hierfür sind neben Eltern die Personengruppen, die professionell die Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen gestalten: ErzieherInnen, LehrerInnen, PsychologInnen und SozialpädagogInnen.
Bei dem Forschungsvortrag im Herbst 2009 von Prof. em. Dr. Anne Eckerle stand die Neurobiologie der Hochbegabung und Enrichment im Mittelpunkt. Hier die Veröffentlichung von
Prof. em. Dr. Anne Eckerle
zu "Neurobiologische Forschungsergebnisse - Folgerungen für die Hochbegabtenförderung".
Videobeitrag Spiegel-TV u.a. über die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II in Offenbach unter:
"Hochbegabte Kinder: Das Genie spielt Geisterschach"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,474415,00.html
Studie des BMBF von Dr. Barbara Schlichte-Hiersemenzel:
"Zu Entwicklungsschwierigkeiten hoch begabter Kinder und Jugendlicher in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt. Erfahrung und mögliche Lösungswege."
-> http://www.bmbf.de/pub/zu_entwicklungsschwierigkeiten_hoch_begabter_kinder.pdf
-> als
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