SEMINAR in OFFENBACH
und BABENHAUSEN &
FORSCHUNGSVORTRAG in FRANKFURT
Hochbegabte Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen
Informations- und Beratungsangebote für Lehrer und Eltern
Gemeinschaftsprojekt von
Institut für Leistungsentwicklung (IGL)
www.igl-net.de
www.beratungszentrum-hessen.de
und Netzwerk-Projekt GbR
unter der Leitung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle
Hochbegabung kann in Elternhaus und Schule auch zu Problemen führen. Lehrer werden in ihrer Ausbildung darauf nicht vorbereitet. Seit Frühjahr 2009 gibt es in Offenbach am Main und ab Herbst 2011 auch in Babenhausen Informations- und Beratungsangebote für Lehrer und Eltern, um in schwierigen Situationen weiter zu kommen.
VERANSTALTUNGEN SEMINAR OFFENBACH / BABENHAUSEN FRÜHJAHR 2012 UND VORTRAG IN FRANKFURT:
"INFORMATION UND HILFEPLANUNG FÜR LEHRER/-INNEN"
Die Veranstaltung "Hochbegabte Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen - Information und Hilfeplanung für LehrerInnen" setzt sich aus Vortrag und Beratung unter der Leitung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle zusammen.
Inhaltlich geht es um Ursachen für die Fehlentwicklung der SchülerInnen, um Auswirkungen in den verschiedenen Lebensbereichen und darum, wie in Schule und Familie mit den SchülerInnen gearbeitet werden sollte.
Inhalte, die angesprochen werden: Neurobiologie der Hochbegabung, psychiatrische Relevanz von Unterforderung, Förderung von Hochbegabten - präventiv und bei gegebener Verhaltensstörung- , Kooperation mit betroffenen Eltern, Erziehungshinweise für die pädagogische Führung im Unterricht. (Dauer: 3 x 3 Stunden) - Im Anschluss sind weitere Workshops nach Bedarf und in Absprache möglich.
Zielgruppe: LehrerInnen, MitarbeiterInnen der Schulverwaltung
Termine: 01.03.2012 (TEIL I gemeinsam)
29.03.2012 und 26.04.2012 (TEIL II + III für Lehrkräfte der Primarstufe)
22.03.2012 und 19.04.2012 (TEIL II + III für Lehrkräfte der Sekundarstufe)
jeweils donnerstags von 17:00 - 20:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 110,- Euro für drei Veranstaltungen
begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich,
Anmeldefrist 24.02.2012
Veranstaltungsort: 64832 Babenhausen
Akkreditierung: Die Fortbildung ist durch das Institut für Qualitätsentwicklung mit 1,5 Tagen akkreditiert.
- DIESES SEMINAR WIRD AUCH ALS SCHULINTERNE FORTBILDUNG ANGEBOTEN -
"INFORMATION- UND HILFEPLANUNG FÜR ELTERN"
Die Veranstaltung "Hochbegabte Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen - Information und Hilfeplanung für Eltern" setzt sich aus Vortrag und Beratung unter der Leitung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle zusammen.
Inhaltlich geht es um Ursachen für die Fehlentwicklung der Kinder/Jugendlichen, welche Auswirkungen in den verschiedenen Lebensbereichen regelhaft auftreten und darum, wie in Schule und Familien mit den Kindern/Jugendlichen gearbeitet werden sollte.
Inhalte, die angesprochen werden: Neurobiologie der Hochbegabung, Familien- und Entwicklungsgeschichte des Kindes und deren prägende Wirkungen, Situation des Kindes in der Schule, Umgang der Eltern mit LehrerInnen, Probleme bei Hausaufgaben, Bedeutung von und Wege für die Förderung, Beratung zu möglichen Bildungslaufbahnen, Hinweise für die Erziehung in der Familie. (Dauer: 2 x 3 Stunden) - Im Anschluss sind weitere Workshops nach Bedarf und in Absprache möglich.
Zielgruppe: Eltern, PsychologInnen, TherapeutInnen
Termine: 03.03. und 17.03.2012
jeweils samstags von 15:00 - 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 60,- Euro für zwei Veranstaltungen,
begrenzte Teilnehmerzahl,
Anmeldung erforderlich (Anmeldefrist: 24.02.2012)
Veranstaltungsort: 64832 Babenhausen
FORSCHUNGSVORTRAG SOMMER 2011
In jedem Halbjahr findet ein so genannter Forschungsvortrag von Prof. em. Dr. Anne Eckerle statt, der in ein Themengebiet einführen soll, das für die Arbeit mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen von Bedeutung ist. Dabei geht es nicht nur um das jeweils Neueste, sondern auch um das Grundlegende und auch um das, was neben dem Trend liegt, aber wichtig ist.
Forschungsvortrag SOMMER 2011 - Critical Thinking vom 17.09.2011
Grundgedanke des Kritischen Denkens ist, dass die Einführung in die wissenschaftliche Arbeitsweise auf einem schlichten und anschaulichen Niveau (Wissenschaftspropädeutik) dazu beitragen kann, das lebensweltliche Denken zu entwickeln. In angelsächsischen und amerikanischen Schulen und Universitäten gehört das Kritische Denken seit Jahrzehnten zum Pflichtunterricht. In Deutschland ist es unter dem Namen "Wissenschaftliche Grundbildung" zwar übergeordnetes Bildungsziel der großen Schulreformen der siebziger und achtziger Jahre gewesen, hat aber die Unterrichtspraxis nicht erreicht. Aktuell bietet die neuere Unterscheidung von Wissen und Kompetenz wieder eine Chance, die verpasste Reform nachzuholen.
Im Vortrag wird das Kritische Denken in die aktuelle curriculare Entwicklung der deutschen Lehrpläne eingeordnet und seine herausgehobene Bedeutung für die hoch begabten Schülerinnen und Schüler begründet. Diese besondere Bedeutung ergibt sich aus den neueren Forschungen über Risiken und Bedürfnisse von Hochbegabten, die kurz zusammengefasst werden (über diese Forschungen wurde im Forschungsvortrag Herbst 2010 berichtet, der auf dieser Seite weiter unten bzw. auch unter www.igl-net.de veröffentlicht ist).
Im Hauptteil werden praktische Beispiele für Kritisches Denken im Fachunterricht gegeben, von der Grundschule bis zum Abitur. Diese Beispiele werden im Zusammenhang der neuen Kompetenzanforderungen der hessischen Lehrpläne und der in Deutschland geläufigen Art und Weise der Hochbegabtenförderung kritisch kommentiert. Der Vortrag ist ein Plädoyer für die Einführung des Kritischen Denkens in die schulische Arbeit, und zwar nicht nur für die hochbegabten, sondern alle Schülerinnen und Schüler.
Eine Auswahl der amerikanischen Schul- und Lehrerhandbücher zum Kritischen Denken wird ausgelegt.
Zielgruppe: LehrerInnen, PsychologInnen, MitarbeiterInnen der Schulverwaltung
TherapeutInnen, Eltern
Termin: Vortrag wird voraussichtlich im Herbst 2012 wiederholt
Sollten Sie daran interessiert sein - ein kurze Mail genügt
Teilnahmegebühr: 30,- € (Anmeldung erforderlich, Anmeldefrist bis xx.xx.xxxx)
Veranstaltungsort: LOGENHAUS, 60329 Frankfurt am Main, Kaiserstr. 37
Akkreditierung: Akkreditierung dieser Fortbildung mit 0,5 Fortbildungstagen
Die Anmeldung zu den Veranstaltungen ist hier unter "anmeldung offenbach" möglich. Für Rückfragen steht Kerstin Haugrund unter Tel. 06071/207517 zur Verfügung.
"LEHRER BERATEN LEHRER" in der Klassenkonferenz
- neu: als schulinterne Fortbildungsmaßnahme -
Die Veranstaltung "Lehrer beraten Lehrer" bietet kollegiale Praxisberatung der Klassenkonferenz in Ihrer Schule vor Ort. Lehrer der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II unterrichten seit 6 Jahren Kinder und Jugendliche mit Erziehungshilfebedarf und hoher Begabung. SchülerInnen die zu dieser Zielgruppe gehören, bereiten in öffentlichen Schulen erhebliche Probleme, auf die oft nur mit einer begabungsunangemessenen Querversetzung oder Rückstufung reagiert wird.
Im Rahmen der kollegialen Praxisberatung unterstützen die LehrerInnen der NBS II die betroffenen KollegInnen bei der Ursachenanalyse und der Hilfeplanung mit dem Ziel, Entlastung im Unterricht zu schaffen und die verhaltensgestörten SchülerInnen in ihrer Lerngruppe zu stabilisieren. (Dauer: 3 x 3 Stunden - oder nach Vereinbarung)
Zielgruppe: LehrerInnen der Klassenkonferenz
Termine und Kosten: nach Vereinbarung
Akkreditierung: Die Akkreditierung wird auf Wunsch beim Institut für Qualitätsentwicklung
beantragt.
Ihre Anfrage zu "Lehrer beraten Lehrer" können Sie entweder ebenfalls an anmeldung@netzwerk-projekt.de senden oder sich telefonisch mit Kerstin Haugrund unter Tel. 06071/207517 in Verbindung setzen.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Was bedeutet eigentlich Hochbegabung?
Unter Hochbegabung wird ein Intelligenzquotient oberhalb von 130 verstanden. Etwa 80 % aller hochbegabten Kinder kommen in der Schule einigermaßen zurecht. Nicht ohne Probleme, wie andere Kinder auch, aber schließlich finden sie ihren Weg.
Doch bei etwa 20 % der hochbegabten Kinder und Jugendlichen kommt es im Laufe ihres Heranwachsens zu Entwicklungsschwierigkeiten bis hin zu schweren Entwicklungsstörungen. Diese Risikogruppe ist in ihrer Bildungslaufbahn und sozialen Integration gefährtet, und zwar aufgrund und nicht trotz ihrer hohen Begabung.
Leistungsversagen, aber unterfordert? Rotziges Verhalten, aber klüger als andere? Manchmal geraten solche Eindrücke in Konflikt mit laienhaften Plausibilitätsvorstellungen. Messen Intelligenztests zuverlässig? Beachten Testleiter immer die festgelegten Bedingungen? Sind Kinder einfach so testbar? – Wichtige Fragen, für den betroffenen LehrerInnen und Eltern Urteilsvermögen abverlangen.
Ein hochbegabtes Kind, das sich oppositionell oder resigniert verhält, erzwingt Aufmerksamkeit. Eltern, die längere Zeit ein solches Kind anleiten müssen, brauchen ihrerseits Hilfe. Einem verweigernden Kind die üblichen Arbeitsleistungen abzuringen, kann den Alltag einer Familie erheblich belasten. Solche Situationen erfordern unbedingt professionelle Intervention, sie sollten nicht über längere Zeit andauern. Risiken entstehen nicht nur bei den Schulleistungen, sondern auch für den Zusammenhalt der Familie und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Offenbacher Schule hat Erfahrung mit diesen Kindern und ist manchmal die letzte Rettung
Besondere Erfahrungen mit der Beschulung einer solchen Extremgruppe von Kindern und Jugendlichen wurden in der„Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II“, einer von Prof. em. Dr. Anne Eckerle vor 6 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrum gegründeten Förderschule für Kinder und Jugendliche mit hoher Begabung, gesammelt. Die erste Förderschule dieser Art in Deutschland nimmt hochbegabte Kinder und Jugendliche, die in Regelschulen scheitern, auf.
Die Erfahrungen dieser Schule werden in öffentlichen Schulen dringend gebraucht und werden nunmehr in Vorträgen und Fortbildungsangeboten von Prof. em. Dr. Anne Eckerle weitergegeben. Die Zielgruppen hierfür sind neben Eltern die Personengruppen, die professionell die Bildungslaufbahn von Kindern und Jugendlichen gestalten: ErzieherInnen, LehrerInnen, PsychologInnen und SozialpädagogInnen.
Forschungsvortrag Herbst 2009 von Prof. em. Dr. Anne Eckerle
Bei dem Forschungsvortrag im Herbst 2009 stand die Neurobiologie der Hochbegabung und Enrichment im Mittelpunkt (Was genau heißt Förderung, wenn Enrichment geboten wird?).
"Neurobiologische Forschungsergebnisse - Folgerungen für die Hochbegabtenförderung"
Hierzu die Veröffentlichung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle:
Forschungsvortrag Herbst 2010 von Prof. em. Dr. Anne Eckerle
Das Thema des Forschungsvortrags im Herbst 2010 lautete: "Aktuelle neurobiologische Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Hochbegabung und psychischen Störungen (z.B. ADS) in der Adoleszenz. Bericht aus amerikanischen Forschungsprojekten."
Hierzu die Veröffentlichung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle:
Mehrfachtestungen bei hochbegabten Problemkindern
Veröffentlichung von Prof. em. Dr. Anne Eckerle Februar 2011: 
Weitere Informationen und Publikationen von Prof. em. Dr. Anne Eckerle siehe www.hochbegabtenhilfe.de
Videobeitrag Spiegel-TV u.a. über die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule II in Offenbach unter:
"Hochbegabte Kinder: Das Genie spielt Geisterschach"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,474415,00.html
Studie des BMBF von Dr. Barbara Schlichte-Hiersemenzel:
"Zu Entwicklungsschwierigkeiten hoch begabter Kinder und Jugendlicher in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt. Erfahrung und mögliche Lösungswege."
-> http://www.bmbf.de/pub/zu_entwicklungsschwierigkeiten_hoch_begabter_kinder.pdf
-> als
-> weiter zur Anmeldung in Offenbach bzw. Babenhausen oder Frankfurt